Eistaucher (Gavia immer)

Eistaucher © Brian Lasenby/Fotolia.comEistaucher © Brian Lasenby/Fotolia.com

Verbreitung

Eistaucher brüten in Nordamerika vom 40. Breitengrad nordwärts bis an die arktische Küste, ebenso an den Küsten Grönlands und in Island. Im europäischen Binnenland erscheint er selten aber regelmäßig als Überwinterungsgast (GLUTZ VON BLOTZHEIM & BAUER 1987). In Sachsen-Anhalt tauchen immer wieder einzelne Tiere in der Aland-Elbe-Niederung auf (MAMMEN et al. 2013). Dieses Vorkommen ist somit eine ornithologische Besonderheit des Bundeslandes.

Ökologie und Zugstrategie

Der Eistaucher ernährt sich hauptsächlich von Fischen bis etwa 28 cm Länge, daneben auch von Fröschen, Molchen, Weichtieren, Krebstieren, Würmern und Insekten. Diese findet er im Meer oder in großen Seen. Zum Brüten sucht er große, tiefe und möglichst fischreiche Süßwasserseen auf. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen. Er überwintert an den nordamerikanischen und europäischen Küsten, z.B. in Deutschland in der Helgoländer Bucht (GLUTZ VON BLOTZHEIM & BAUER 1987).

Bestandsentwicklung

Der Bestand ist rückläufig, der Rückgang ist jedoch so gering, dass der Eistaucher auf der Internationalen Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet („least concern“) geführt wird (BIRDLIFE INTERNATIONAL 2012).

Gefährdung und Schutz

Im Brutgebiet sind Gefährdungsursachen vor allem Wasserstandsschwankungen, Wasserversauerung und Vergiftungen mit Schwermetallen wie Quecksilber oder Blei. Der Eistaucher ist außerdem sehr empfindlich gegenüber Störungen durch Menschen und verlässt seine Brutgebiete schnell, wenn sie zu häufig von Menschen aufgesucht werden. Im Überwinterungsgebiet bestehen Gefährdungen durch Umweltverschmutzung (z.B. küstennahe Öltankerunglücke) und Fischernetze, in denen sich die Tiere verfangen können (BIRDLIFE INTERNATIONAL 2012).

 

Rote Liste Deutschland:                    -

Rote Liste Sachsen-Anhalt:               -

Quellen:

GLUTZ VON BLOTZHEIM, U. N. & BAUER, K. M. (1987): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. – 1 Bd. Gaviiformes – Phoenicopteriformes. – 2. durchges. Aufl. – Wiesbaden: Aula-Verl.

MAMMEN, K. & U., DORNBUSCH, G., FISCHER, S. (2013): Die Europäischen Vogelschutzgebiete des Landes Sachsen-Anhalt, Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Heft 10/2013

BIRDLIFE INTERNATIONAL (2012): BirdLife International. 2012. Gavia immer. The IUCN Red List of Threatened Species 2012: e.T22697842A40155246. http://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2012-1.RLTS.T22697842A40155246.en . Downloaded on 20 October 2015.

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