Der Most bei Harpe (FFH0006)

Moor und Moorwald im Degenerationsstadium © LPR - Landschaftsplanung Dr. Reichhoff GmbHMoor und Moorwald im Degenerationsstadium © LPR - Landschaftsplanung Dr. Reichhoff GmbH

Größe [ha]: 120
Landkreise und kreisfreie Städte: Stendal
Verwaltungseinheiten:Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark); Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark)

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet liegt westlich von Groß Garz in der Landschaftseinheit der „Westlichen Altmarkplatten“. Es umfasst einen Komplex aus Grünland, Moorwald und armen Eichenwäldern in einer meliorierten Niederung.

Ausgewählte Arten nach Anhang II der FFH-RichtlinieTextfeld öffnenTextfeld öffnen

Ausgewählte Arten nach Anhang IV der FFH-RichtlinieTextfeld öffnenTextfeld öffnen

Lebensraumtypen und Flora

Durch die Entwässerung sind die ehemals vorhandenen Moorwälder, die dem FFH-LRT 91D0* entsprochen haben, durch Pfeifengras-Birken-Kiefern-Degradationsstadien abgelöst worden. In der Bodenvegetation treten Pfeifengras (Molinia cerulea), Sumpf-Segge (Carex acutiformis), Heidelbeere und Rauschbeere (Vaccinium myrtillus, V. uliginosum), Kamm- Wurmfarn (Dryopteris carthusianorum) sowie Torfmoose (Sphagnum spec.) und Flechten der Gattung Cladonia auf.
Ein Pfeifengras-Eichenwald vertritt den FFH-LRT 9190 Eichenwälder auf Sandebenen (5 ha). In der Baumschicht kommt neben Stiel-Eiche (Quercus robur), Hänge- und Moorbirke (Betula pendula, B. pubescens) auch Zitter-Pappel (Populus tremula) auf. Die Strauchschicht wird von Eberesche (Sorbus aucuparia) und Faulbaum (Rhamnus frangula) gebildet und in der Bodenvegetation findet man als lebensraumtypische Arten Pfeifengras (Molinia cerulea), Pillen- und Sand-Segge (Carex pilulifera, C. arenaria), Haar-Hainsimse (Luzula pilosa), Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella), Rasen- und Schlängel-Schmiele (Deschampsia cespitosa, D. flexuosa), Frauenfarn (Athyrium felix-femina), Schattenblümchen (Maianthemum bifolium), Besenheide (Calluna vulgaris) und Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense).

Zum Grünland gehört der FFH-LRT 6510 Magere Flachland-Mähwiesen (19 ha) aus Hahnenfuß-Rasenschmielen-Wiesen mit Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis), Rot-Schwingel (Festuca rubra), Weichem Honiggras (Holcus lanatus), Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis), Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis), Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), Scharfem Hahnenfuß (Ranunculus acris), Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi), Hainsimse (Luzula campestris) und Wiesen-Segge (Carex nigra). Es ist davon auszugehen, dass dieser LRT durch die Melioration sich aus nährstoffarmen Feuchtwiesen entwickelt hat.

Fauna

Über das Vorkommen FFH-relevanter Arten gibt es keine Informationen. Im Gebiet brütet der Kranich (Grus grus).

Literatur: 197, 207, 212

verändert nach:

Jentzsch, M. und Reichhoff, L. (2013): Handbuch der FFH-Gebiete Sachsen-Anhalts. Hrsg. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Halle (Saale). 616 Seiten

Links / Dokumente

Standarddatenbogen

Meldekarte

NSG-Verordnung "Harper Moor" (FFH-Gebiet nach Landesrecht als Naturschutzgebiet gesichert)

Das Natura 2000-Gebiet ist durch das Naturschutzgebiet "Harper Moor" bereits rechtlich gesichert.

Nutzungshinweise

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