Röhrichte und Salzwiesen am Süßen See (FFH0113)

Süßer See © RANA - Büro für Ökologie und NaturschutzSüßer See © RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz

Größe [ha]: 57
Landkreise und kreisfreie Städte: Mansfeld-Südharz
Verwaltungseinheiten:Einheitsgemeinde Seegebiet Mansfelder Land

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet liegt östlich und westlich von Aseleben am Südufer des Süßen Sees im „Östlichen Harzvorland“. Es umfasst großflächige Röhrichte und eine Wasserfläche von ca. 28 ha. Auf Grund der hohen Trophie des Süßen Sees und ausgedehnter Algenblüten sind keine Wasserpflanzengesellschaften entwickelt.

Ausgewählte Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-RichtlinieTextfeld öffnenTextfeld öffnen

Ausgewählte Arten nach Anhang II der FFH-RichtlinieTextfeld öffnenTextfeld öffnen

Ausgewählte Arten nach Anhang IV der FFH-RichtlinieTextfeld öffnenTextfeld öffnen

Lebensraumtypen und Flora

Das wertgebende Schutzgut im Gebiet ist der FFH-LRT 1340* Salzwiesen (0,7 ha). Bemerkenswerte Salzpflanzenarten in den Beständen sind Milchkraut (Glaux maritima), Strand-Dreizack (Triglochin maritimum) und Kleinblütige Schwarzwurzel (Scorzonera parviflora) sowie Wiesen-Gerste (Hordeum secalinum). Vegetationskundlich ergeben sich bereichsweise Differenzierungen in die Schuppenmieren-Salzschwaden-Gesellschaft, die Salzbinsen-Gesellschaft und in eine Wiesengersten-Gesellschaft. Hervorzuheben sind die Vorkommen des Sumpf-Knabenkrautes (Orchis palustris).
Im Bereich gemähter Wiesen haben sich Flächen mit dem FFH-LRT 6510 Magere Flachland-Mähwiesen (0,8 ha) entwickelt.

Fauna

Sowohl am Nord- als auch am Südufer des Süßen Sees kommt die Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior) vor. Jedoch werden die teilweise recht individuenstarken Bestände beeinträchtigt, da die Verlandungsvegetation am Nordufer durch die starke Erholungsnutzung und Beangelung gestört wird.

Literatur: 179, 207, 212

verändert nach:

Jentzsch, M. und Reichhoff, L. (2013): Handbuch der FFH-Gebiete Sachsen-Anhalts. Hrsg. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Halle (Saale). 616 Seiten

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